Archiv 2007

Neujahrsempfang im Vereinshaus
14. Januar 2007

Bericht aus der Wormser-Zeitung vom 18.01.2007:

Fördernadel für Schmitt

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Zu Beginn des Neujahrsempfangs des Musikvereins Harmonie Herrnsheim hatte Vorsitzender Rudi Schmitt eine traurige Nachricht zu vermelden: Am Vortag war Heinz Dexheimer plötzlich verstorben, der als langjähriges Mitglied des Vereins sowie als Vorstand und Freund allgemein hoch geschätzt wurde.

In seiner Ansprache ließ Rudi Schmitt kurz das vergangene Jahr Revue passieren, das besonders durch die Feier zum 60-jährigen Bestehen geprägt war. Hervorzuheben war weiterhin der Dirigentenwechsel beim Jugendorchester; Johnathan van der Loo hat diese für die Zukunft des Orchesters wichtige Aufgabe übernommen. Besondere Aufmerksamkeit lenkte Rudi Schmitt auch auf die Mitglieder des Vereins, die das Orchester unterstützen und denen es auch zu verdanken ist, dass auch in finanziell schwierigen Zeiten die Unterhaltung des Vereinshauses sowie notwendige Anschaffungen möglich sind.

Für Ihre langjährige Mitgliedschaft ehrte er Magda Klingler, Toni Prawitz, Maria Steuer, Halina Wachter und Alexander Holfter für 25 Jahre, sowie Josef Kissel für 50 Jahre treue Verbundenheit mit der Harmonie. Hans Kissel, der dem Verein bereits seit 60 Jahren angehört konnte leider nicht anwesend sein.

Ernst Schiel, Vorsitzender des Kreismusikverbandes Rheinhessen hatte mehrere Ehrennadeln im Gepäck, sie gingen für fünf Jahre aktives Musizieren an Anne-Cathrin van der Hagen, Hanna van der Loo, Stefanie Meckbach und Marius Feth sowie für 10 Jahre Musizieren an Sebastian Sperwien. Außerdem gab es für Rudi Schmitt die Fördernadel des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz für langjährige Jugendarbeit und Urkunden über die Ehrenmitgliedschaft für Adam Strubel und Rudolf Steuer.

Rudi Schmitt stellte abschließend das "vereinseigene Neujahrsensemble", das Blechbläserquintett aus Musikern des Orchesters vor.
 

Bericht aus dem Nibelungen-Kurier vom 24.01.2007:

Für die Lebendigkeit der Harmonie Herrnsheim gesorgt

Adam Strubel und Rudolf Steuer zu Ehrenmitgliedern des Kreismusikverbandes Rheinhessen ernannt / Fördernadel des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz für Rudi Schmitt

Von unserem Redaktionsmitarbeiter Klaus Diehl

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Ernst Schiel (r), Präsident des KMV Rheinhessen, ernannte Rudolf Steuer (Mitte) zum Verbandsehrenmitglied, während Rudi Schmitt (l) für seine Verdienste um die Jugend mit der Fördernadel des Blasmusikverbandes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurde.
 

Eine Stadt ist nicht nur durch Industrie, Handel und Handwerk lebendig, sondern auch durch Ihre Kultur, in die sich Menschen einbringen und so auch die Geselligkeit und das kulturelle Angebot nicht zu kurz kommen. Einer der Werbeträger ist ohne Zweifel der Musikverein Harmonie Herrnsheim. „Nicht nur für die Vorortgemeinde, sondern auch für Worms und weit darüber hinaus“, so das Lob von Oberbürgermeister Michael Kissel, als geborener Herrnsheimer bestens mit der Materie bekannt, beim Neujahrsempfang im „Albert-Görtz-Vereinshaus“ der Harmonie Herrnsheim.

Leider musste der 1. Vorsitzende Rudi Schmitt mit einer Gedenkminute den Jahresempfang eröffnen, war doch in der Nacht von Freitag auf Samstag der seit 15 Jahren dem Vorstand angehörende Heinz Dexheimer plötzlich verstorben. In seinem Rückblick rief Rudi Schmitt noch einmal die besonderen Highlights des letzten Jahres in Erinnerung, wobei die Feierlichkeiten anlässlich des 60-jährigen Bestehens mit zweimaligem Serenadenkonzert in der Gottliebenkapelle und dem Festnachmittag im Herrnsheimer Schloss im November besondere Höhepunkte waren.

Aber auch das Mitwirken am Aschermittwoch in der Mainzer Staatskanzlei, wozu die Harmoniemusikanten auch für dieses Jahr eingeladen sind. Vatertagsfete, Weihnachtsfeier sowie verschiedene Konzerte ließen bei den Harmonie-Musikanten keine Langeweile aufkommen.

Mit 45 aktiven Musiker-/innen ist der Musikverein Herrnsheim für die Zukunft gut gerüstet, wozu auch die Jugendkapelle zählt, deren neuer Leiter Jonathan van der Loo ist. Doch was wäre der Musikverein ohne seine treuen Mitglieder, die seit Jahrzehnten mithelfen, den Verein und damit auch das Orchester zu unterstützen. Nur auf dieser Basis, besonders in finanziell schwierigen Zeiten, ist die Unterhaltung des Vereinsheims und auch notwendige Anschaffungen in der Vergangenheit und auch in der Zukunft möglich gewesen. Besonderer Schwerpunkt beim Musikverein Harmonie ist die musikalische Ausbildung von Kundern und Jugendlichen.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Magda Klingler, Toni Prawitz, Maria Steuer, Halina Wachter und Dr. Alexander Holfter geehrt. Für 50 Jahre wurde Josef Kissel und für 60 Jahre der ehemalige und langjährige Herrnsheimer Ortsvorsteher Hans Kissel geehrt, der aber aus gesundheitlichen Gründen leider nicht anwesend sein konnte. Für besondere Leistungen wurden Heiner Wolf, Rolf Grau, die Familie Rave und Wilfried Morew (Schlagzeugausbilder) mit Präsenten bedacht.

Ernst Schiel, Vorsitzender der KMV Rheinhessen, hatte ganz gewichtige Ehrungen mitgebracht. So wurden Adam Strubel, der leider auch nicht anwesend sein konnten, für viele Jahre Verbandsjugendleiter, Verbandsdirigent und gar stellvertretender Präsident, sowie Rudolf Steuer als früherer Verbandskassenverwalter zu Ehrenmitgliedern des KMV Rheinhessen ernannt. Für Rudi Schmitt, auch Gründer der Jugendkapelle und der Harmonie Big-Band, überreichte Ernst Schiel, als ganz besondere Auszeichnung, die Fördernadel des Blasmusikverbandes Rheinland-Pfalz. Für fünf Jahre aktive Musik wurden die jungen Harmonie-Musikanten Hanna van der Loo, Stefanie Meckbach, Anne Catherin van der Hagen, Sebastian Sperwien und Marius Feth mit der silbernen Jugendehrennadel des KMW Rheinhessen ausgezeichnet.

Der Neujahrsempfang wurde von einem vereinseigenen Blechbläser-Quintett musikalisch bestens umrahmt.

 


Neuer Vorstand gewählt
19. April 2007

Von unserer Pressesprecherin Nina Rave:

Das vergangene Jahr hatte für den Musikverein Harmonie Herrnsheim eine besondere Bedeutung durch das 60-jährige Jubiläum, das im November im Blauen Saal des Herrnsheimer Schlosses gefeiert werden konnte. Auf dieses Ereignis wiesen Rudi Schmitt und Norbert Steuer hin, als sie während der diesjährigen Mitgliederversammlung einen kurzen Abriss der Aktivitäten des Vereins und des Orchesters gaben.

Jugendleiterin Karin Färber berichtete über zahlreiche Schüler, die zur Zeit das Spielen auf diversen Instrumenten erlernen und über den Wechsel bei der Leitung des Jugend-Orchesters, das nun unter der Obhut von Jonathan van der Loo steht.

Nach dem Finanzbericht von Peter Hunger bestätigten die Kassenprüfer eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erteilt wurde.

Als folgender Tagesordnungspunkt war die Neuwahl des Vorstandes vorgesehen. Rudi Schmitt, der leider nicht länger als 1. Vorsitzender zur Verfügung steht, berichtete kurz über seine inzwischen 40-jährige Tätigkeit im Vorstand und seine bewährten Mitstreiter auf diesem Weg. Da ohne seine unermüdlichen Bemühungen der Verein und das Orchester nicht an ihrem jetzigen Platz im musikalischen Leben der Stadt Worms stehen würden, fanden sich mehrere altgediente Mitglieder, die diese Verdienste noch einmal hervorhoben.

Albert Görtz fiel nun die Aufgabe zu, die Wahl des neuen Vorstandes zu leiten. Als 1. Vorsitzende wurde Marianne Meckbach gewählt, Norbert Steuer als Stellvertreter. Manfred Rosmanith ist nun Geschäftsführer, Peter Hunger bleibt Kassenwart, neue Schriftführerin ist Marina Korb. Gemeinsam um die Jugendarbeit werden sich Karin Färber und Hanna van der Loo kümmern, Wolfgang Rave um die Instrumente. Sven Bittermann ist neuer Notenwart, Sabine Unkel Sprecherin der passiven Mitglieder. Uli Brückbauer war vom Orchester schon im Vorfeld als Sprecher gewählt worden und wurde nun in diesem Amt bestätigt. Nina Rave ist weiter für die Pressearbeit zuständig, Stefan Beck für die Wartung des Vereinshauses. Als neue Kassenprüfer wurden Gerhard Herbst und Benedikt Rosmanith gewählt.

Weitere Anträge lagen nicht vor, und so konnte Marianne Meckbach als erste Amtshandlung eine harmonische und reibungslose Versammlung schließen.


60 Jahre Rheinland-Pfalz - Auftritt am Wormser Rathaus
19. Mai 2007

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Vatertagsfete am und im Vereinshaus
17. Mai 2007

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Tag der offenen Tür im Wormser Wasserwerk
17. Juni 2007

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Probewochenende in Saarbrücken
31. August - 2. September 2007

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Herbstkonzert in der Gottliebenkapelle
8. und 9. September 2007

Programm:

Boogie Down
Musik:Michael Omartian, Al Jarreau
Arr.:Idar Torskangerpoll

George Gershwin in Concert
Musik:George Gershwin
Arr.:Karl Pfortner

New York, New York
Gesang:  Christine Gralow
Musik:John Kander
Arr.:Peter Schüller

The Best of Stevie Wonder
Musik:Stevie Wonder
Arr.:John Wasson

The Cream of Clapton
Musik:Eric Clapton
Arr.:Ron Sebregts

Spinning Wheel
Musik:David Clayton Thomas
Arr.:Bjørn M. Kjærnes

Moondance
Musik:Van Morrison
Arr.:Andrea Ravizza

The Age of Aquarius
Musik:/ Arr.: Bert Appermont

Buenaventura
Musik:/ Arr.: Steve Hodges

Olsen-Banden
Musik:Ben + Fabricius Bjerre
Arr.:Lars Erik Gudim

Zugaben:

He Ain’t Heavy
Musik:Bobby Scott, Bob Russell
Arr.:Wolfgang Geiger

Selections from Mary Poppins
Musik: Richard M. Shermann / Robert B.Shermann / Arr.: Ted Ricketts

The Saint’s Hallelujah
Musik:Luther Henderson
Arr.:Johnnie Vinson

The Peanut Vendor
Musik: Moises Simons / Arr.: John Moss

Presseberichte über unser Konzert:

Wormser Zeitung vom 10.09.2007

Bunt wie Farben des Herbstes
Musikverein Harmonie konzertiert in Kreuzgang

Von Philipp Pöhlert-Brackrock

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Erst nach mehreren Zugaben entließ das begeisterte Publikum die Musiker.
Foto: Hans-Dieter Niepötter/masterpress

Mit einem Programm - bunt wie die Farben des Herbstes, der hoffentlich noch etwas auf sich warten lässt - bestritt der Musikverein Harmonie Herrnsheim sein Herbstkonzert. Unter der musikalischen Leitung von Paul Schütt und seinem Co-Dirigenten Rainer Wörner heizten die Musikerinnen und Musiker im voll besetzten Kreuzgang der Gottliebenkapelle die schon etwas kühl gewordene Luft mit Tönen aus Blech und Holz auf. Einfühlsame Worte und Wissenswertes zu Komponisten, Musikstilen und Interpreten fand Percussionistin Katharina "Nina" Rave.

Wie man "The Age of Aquarius" von Bert Appermont überhaupt spielen könne, habe die Band Rainer Wörner vor Wochen gefragt - "proben, proben, proben" war die Antwort. Nun müsse er das Stück aber (zur Strafe) auch selbst dirigieren. Angesichts sich überlagernder Stimmen und wechselnder Rhythmen waren Bläser und Percussionisten aufs äußerste gefordert. Sie bissen sich tapfer durch das teils filigrane, teils bombastische Arrangement des Stückes. "George Gershwin in Concert" ließ die Zuhörer in Zeiten nie alt werdender Melodien zurückkehren.

Originell mit Glockenspiel instrumentiert kam "The Best of Stevie Wonder" daher. Ein Blick zu Paul Schütt, ein Grinsen zurück - Schlagzeuger Benedikt Rosmanith lässt es rollen. In "Olsen Banden" findet die Band ihren Swing. Als Paul Schütt der Ballade "He ain´t Heavy" mit weichem Posaunen-Ton ein wunderbares Gesicht verleiht, rollen seine Mitspieler einen samtenen Akkordteppich aus. Funky in "Boogie Down" und fett bei "The Cream of Clapton" gebären sie sich hernach. Duelle zwischen Schlagzeuger Benedikt und Konga-Spieler David Panzer - oder Trompeter Uli Brückbauer und Paul Schütt lassen Session-Stimmung aufkommen.

Nach "New York, New York" muss sich der Bandleader nicht für die Darbietung, sondern für den im Programm falsch geschriebenen Namen der Sängerin Christine Gra(w)low entschuldigen. Auch ohne den "Löffel Zucker" von Mary Poppins hätte den Zuhörern die musikalische Medizin dieses Nachmittags geschmeckt. Erst als Paul Schütt droht: "Sonst müsst ihr beim Abbauen helfen", lässt das Publikum von der Forderung einer dritten Zugabe ab.

Nibelungen Kurier vom 19.09.2007

Zweimal ausverkauftes Haus
Konzertante und moderne Blasmusik in der Gottliebenkapelle beim Herbstkonzert der “Harmonie” Herrnsheim

Von Klaus Diehl

Dirigent Paul Schütt bot mit seinen Musikantinnen und Musikanten wieder ein hochklassiges Programm..
Foto: Klaus Diehl

Es ist seit vielen Jahren Brauch und für die Freunde konzertanter und moderner Blasmusik am zweiten Wochenende im September ein dick angestrichener Termin im Kalender, wenn der Musikverein „Harmonie Hermsheim“ zu seinem Herbstkonzert in den beschaulichen Innenhof der Gottliebenkapelle einlädt Bei zweimal ausverkauftem Haus entführten die Harmonie-Musikanten mit ihrem Dirigent Paul Schütt und dem Vizedirigenten Rainer Wörner, die Zuhörer wieder auf eine große musikalische Reise.

Zum Auftakt huldigte man mit „George Gershwin im Concert" einem großen Meister-Komponisten mit vielen Welthits. Gefolgt von “The Best of Stevie Wonder”, Spinning Wheel (David Clayton Thomas), The Age of Aquarius von Bert Appermont, ein ganz besonders schwer zu spielendes Stück, das Piano und Fortissimo ebenso erfordert wie nahezu alle Höhen und Tiefen der einzelnen Musikinstrumente.

Hierfür überließ Dirigent Paul Schütt seinem Stellvertreter Rainer Wörner den Dirigentenstab. Uli Brückbauer (Trompete) war der Solist bei „The Saint’s Hallelujah“ von Luther Henderson. „Boogie" war angesagt, mit der Musik von Michael Omartian und AI Jarreau, um nur einige der vorgetragenen musikalischen Highlights aufzuzählen.

Auch hatte man für die Zuschauer wieder eine große Überraschung bereit als Christine Gralow mit dem Welthit „New York, New York“ und ihrer ebenso ausdrucksstarken wie brillanten Stimme das Konzert bereicherte. Es versteht sich fast von selbst, dass die Harmonie-Musikanten um Zugaben nicht herum kamen.

Herauszuheben ist auch die informative und einführende Plauderei von Katharina Rave zwischen den einzelnen Programmpunkten wie auch der solistisch ebenso brillierende Benedikt Rosmanith am Schlagzeug sowie die beiden jungen Gastmusiker von der Lucie-Kölsch-Musikschule Christoph Göte und David Panzer mit Pauken, Marimbaphon, Xylophon und Percussion. Es war einmal mehr ein Hörgenuss diesem zweimaligen Herbstkonzert des Musikvereins „Harmonie" Herrnsheim zuhören zu dürfen.


Kerwekonzert in Herrnsheim
16. September 2007

Wormser Zeitung vom 18.09.2007
(Auszug aus dem Bericht: Südamerika auf der Hauptstraße / Herrnsheimer feiern Kerb in Winzerhöfen und auf der Straße / Harmonie begeistert mit Konzert)

Herrnsheimer feiern Kerb in Winzerhöfen und auf der Straße / Harmonie begeistert mit Konzert

von Claudia Wößner

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Bereits seit Jahrzehnten gibt die Harmonie bei der Kerb ein großes Platzkonzert.
Und so spielte der Musikverein auch dieses Mal vor dem Kerwehof auf der Hauptstraße.
Foto: Deines / masterpress

. . . . Und Sonntagabend ging es dann gleich munter weiter auf der Hauptstraße. Die Herrnsheimer Harmonie gehört genauso zur Kerwe wie ein edler Tropfen. Bereits seit Jahrzehnten gibt der Musikverein beim Kirchweihfest ein großes Platzkonzert. So gebot es die Tradition auch in diesem Jahr: Vor dem Kerwehof auf der Hauptstraße hatten die Musiker Position bezogen und bliesen nach Leibeskräften in ihre Blechinstrumente.

Unter der Leitung von Dirigent Rainer Wörner erfreute das Ensemble die zahlreichen Zuhörer mit einem bunten Querschnitt aus seinem Repertoire. Die Harmonie mischte dabei Stücke von ihrem vor kurzem dargebotenen Herbstkonzert in der Gottliebenkapelle mit Werken, die man fleißig in den Übungsstunden geprobt hatte.
Die Blechblasinstrumente glänzten in der Sonne, als die Harmonie ein erfrischendes Medley von den schönsten Gassenhauern von Udo Jürgens anstimmte. Begeistert stand eine große Zahl von Zuhörern im Halbkreis um den Musikverein. Bei "Aber bitte mit Sahne" wagten die ersten Mamas und Papas mit ihrem Nachwuchs ein Tänzchen. Auch Ortsvorsteherin Silvia Gutjahr konnte da nicht still stehen und wippte von einem Fuß auf den anderen.

Die Akustik stimmte, das Ensemble konzertierte vortrefflich, zumal den Musikern ja schon zwei anstrengende Kerwe-Tage in den Knochen steckten. Doch das merkte man auch Moderator Norbert Steuer keineswegs an, der das Publikum souverän durch das Programm führte und die Titel-Ankündigungen mit Wissenswertem über Musik und Komponist würzte.

Gleichzeitig verstand es die Truppe von Rainer Wörner aber auch, ein echtes Big-Band-Gefühl zu erzeugen. Mit einem Potpourri von Stücken des legendären Benny Goodman und anderen Big-Band-Helden brachte man den Swing zu den Herrnsheimern. Ob dieser Anstrengung mussten die Musiker erst einmal kräftig durchpusten und nahmen einen großen Schluck aus der Wasserflasche, ehe das Ensemble das große Finale einleitete. Nach fast einer Stunde Konzert gab es noch lautstarke Zugabe-Rufe. Und diese sollten natürlich nicht umsonst gewesen sein. . .


Konzert auf dem Wormser Weinachtmarkt
Dezember 2007

Bilder vom Wormser Weihnachtsmarkt - hier klicken - Danke an Tobias Steinmetz

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