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Herbstkonzert 2011
Sonntag, 30. Oktober 2011

Wormser Zeitung vom 02.11.2011

„Harmonie" erfreut Ohren

HERBSTKONZERT- Herrnsheimer Musiker begeistern mit Hits aus den USA

Von Christian Mayer

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Mit bekannten Hits aus und über die Vereinigten Staaten überzeugten die Harmonie-Orchester im DRK-Berufsbildungswerk
Foto: photoagenten / Alessandro Balzarin

HERRNSHEIM. Unter dem Titel „Welcome To America - Musikalische Impressionen und Hits" stand das diesjährige Herbstkonzert des „Musikvereins Harmonie Herrnsheirn" am Sonntagabend. Amerikanisch geschmückt hatten die Mitwirkenden des Vereins die Mehrzweckhalle des DRK-Berufsbildungswerks, in der das Konzert stattfand. Das Hauptquartier des 5. Fernmeldekommandos der U.S. Army in Wiesbaden hatte sogar amerikanische Fahnen geliehen.

Das Jugendorchester „Harmotones" begann das Orchester. Unter der Leitung von Benedikt Rosmanith spielten die jungen Musiker moderne Popsongs wie den Charthit „Poker Face" von Lady Gaga. Nicht ganz so fetzig, sondern eher nachdenklich kam das Lied „Somewhere Out There" daher. Das Eröffnungsprogramm beendete „Harmotones" mit Green Days „Boulevard Of Broken Dreams".

Dann kamen die  „Großen" auf die Bühne: Die „Concert-Band Harmonie Herrnsheim" mit seinen über 30 Mitwirkenden. Es dirigierte Christian Gerling, der seit Mai diesen Jahres beim Musikverein dabei ist. Zwischendurch lockerte Katharina Rave das Konzert mit interessanten amerikanischen Anekdoten oder Erläuterungen zu den Musikstücken auf. „Virginia" von Jacob de Haan hatte Filmmusikcharakter und versetzte die Zuschauer gedanklich in die Tonstudios Hollywoods.

Stars-and-Stripes-Klassiker mit Bravo-Rufen quittiert

Noch einen drauf setzte „II Triello" von Enno Morricone. Der Titel ist nämlich original aus der Filmmusik zu „The Good, The Bad & The Ugly" („Zwei glorreiche Halunken") und behandelt den amerikanischen Bürgerkrieg. Applaus für sein Trompetensolo bekam bei diesem Lied Uli Brückbauer, der die Melodie wesentlich prägte. Die Ohren hatten an diesem Abend aber auch zu arbeiten; denn nicht alle Lieder waren leicht zu hören. „Mazama" von Jay Chattaway beispielsweise ist ein Song aus der Gegend um den Nordwestpazifik. Er wird dominiert durch menschliche Geräusche und abstrakte Laute; etwa dem Blasen in die Instrumente im Leerlauf.

Nach der Pause spielte die Concert-Band einen echten Klassiker: „Stars And Stripes Forever", das 1987 zum Amerikanischen Nationalmarsch erklärt wurde. Die mitreißende Hymne wurde mit Bravo-Rufen quittiert.

In das Amerika der 50er-Jahre versetzte „A String Of Pearls". Der Swing wurde von Jerry Gray komponiert; dem Arrangeur Glenn Millers. Die teilweise schnellen und komplizierten Passagen machten dem Ensemble überhaupt keine Probleme. „El Choclo" - zu deutsch „Der Maiskolben" - aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts beschreibt die Anfänge des Tango in Argentinien. Das beschwingte Trompetensolo kam von Manfred Rosmanith.

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